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» Die Linzer Tabakfabrik: Ein Juwel vergangener Tage. Was nun?
von stunn Do Sep 01, 2011 5:47 pm


    Die Linzer Tabakfabrik: Ein Juwel vergangener Tage. Was nun?

    Austausch

    Thomas
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    Die Linzer Tabakfabrik: Ein Juwel vergangener Tage. Was nun?

    Beitrag von Thomas am Mo Aug 29, 2011 1:15 pm



    Zitat: Die Tabakfabrik wurde 1850 als so genannte Notstandsmaßnahme nach der Einstellung der Wollzeugfabrik gegründet. Als erstes Produktionsgebäude übernahm die Tabakfabrik die von 1764 stammende "Zweite" Färberei östlich des Hauptgebäudes samt der dort vorhandenen 20-PS-Dampfmaschine. Von 1855 bis 1902 wurden zahlreiche Erweiterungsbauten errichtet. Nach kontinuierlicher Produktionssteigerung erfolgte 1928 der Beschluss zum Neubau als Ersatz für den insgesamt veralteten und technisch unzulänglichen Baubestand. Den Auftrag erhielt das renommierte Wiener Architekturbüro Peter Behrens und Alexander Popp. Die Tabakfabrik ist Behrens letzter großer Fabrikbau und zugleich sein erster Entwurf im Sinne des Funktionalismus und der "Neuen Sachlichkeit". Nach der geschwungenen Linienführung des Grundstücks im Süden bis zur Ludlgasse richtete sich das neue Fabrikgebäude aus. Nicht zuletzt wegen finanzieller Schwierigkeiten erfolgte der Neubau in mehreren Phasen. Am 12. November 1935 wurde die Tabakfabrik feierlich eröffnet. Die Abrechnung ergab eine Bausumme von 25 Millionen Schilling. Mit rund tausend Beschäftigten war es im Neubau während des Zweiten Weltkrieges möglich, pro Jahr etwa fünf Milliarden Zigaretten zu erzeugen.

    1982 errichtete die Tabakregie einen Gebäudekomplex mit Verwaltung, Verkaufslager, Endverpackung und vollautomatisiertem Palettenlager. Es wurde zwar versucht, die Neubauten farblich auf den Baubestand abzustimmen, die Beton-Fertigteilarchitektur bedeutet jedoch eine Qualitäts-Zäsur.

    Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band LV Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz, III. Teil. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung. Quelle:Link


    Heute ist die Tabakfabrik mehr oder weniger geschlossen und wir nur für kleine Theatervorstellungen, sowie für Konzerte genutzt. Das restliche Areal bleibt ungenützt und ist einem bereits lange andauernden Interessenskonflikt der Parteien ausgesetzt. Dieses architektonische Meisterwerk der Linzer Geschichte verbleibt als Ruine, obwohl unzählige Möglichkeiten bestünden dieses Gebäude zu nutzen. Man könnte einen neuen Brennpunkt der Stadt errichten mit Restaurants, Bars, Lokale, Kino, Konzerthallen etc, doch das bleibt wahrscheinlich mein persönliches Wunschdenken.

    Ich hoffe wir erleben in diesem Jahrhundert endlich eine Lösung, die hoffentlich nicht den Abriss beinhaltet, aber Gott sei Dank stehen die meisten Teile unter Denkmalschutz!


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    Re: Die Linzer Tabakfabrik: Ein Juwel vergangener Tage. Was nun?

    Beitrag von Verena Adler am Di Aug 30, 2011 10:12 am

    Es wäre Schade, wenn sie abgerissen wird. Ich denke aber nicht, dass es so kommen wird. Es gibt schon verschiedene Vorschläge, wie sie genutzt werden könnte, zB die Medizin Uni. Oder auch das Nutzen als Veranstaltungszentrum - siehe Feel Event letztes WE.

    Eine Juwel mit viel Potential, das hoffentlich nicht wieder verschenkt wird, so wie der Donauraum in Linz. Smile

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    Re: Die Linzer Tabakfabrik: Ein Juwel vergangener Tage. Was nun?

    Beitrag von Sonderkeks am Di Aug 30, 2011 2:39 pm

    Man darf gespannt sein, was mit der Tabakfabrik letztendlich geschieht... zur Zwischennutzung gab es im Juli dazu einen Artikel in der Tips. Kann den hier leider nicht verlinken, bin noch zu neu ;-)

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    Re: Die Linzer Tabakfabrik: Ein Juwel vergangener Tage. Was nun?

    Beitrag von stunn am Do Sep 01, 2011 5:47 pm

    Die Tabakfab. ist ein JUWEL aktueller Tage. Ein besseres Festivalgelände kann man sich nicht wünschen.
    An der Lende, groß, mehrstöckig, mit Charme und hat einen Innenhof der den Sound abschirmt.

    Wenn jemand versuchen würde diesen PALAST abzureißen würde ich mich dort anketten!